Improvisation, Kampf und ein spannender Schlussspurt
Die Vorzeichen für das Spiel standen zunächst alles andere als gut. Aufgrund zahlreicher Ausfälle war lange Zeit unklar, ob wir überhaupt mit einer vollständigen Mannschaft antreten können. Im Vorfeld wurde daher kurzerhand jede kontaktiert, die in Frage kam – darunter auch Spielerinnen, die ihre Handballkarriere bereits beendet hatten.
Am Ende wurde aus der Not eine durchaus bemerkenswerte Mannschaft. Unsere Torfrau musste ihre gewohnte Position verlassen und im Feld aushelfen, während zudem eine Langzeitverletzte ihr Comeback feierte und eine Spielerin vor ihrem Debüt bei uns in der Mannschaft stand.
Der Start in die Partie verlief zunächst sehr konzentriert. Wir kamen gut ins Spiel und konnten früh eine deutliche Führung erspielen. Nach knapp zehn Minuten stand bereits eine 6:0-Führung auf der Anzeigetafel. Die Abwehr arbeitete aufmerksam und auch im Angriff wurden die sich bietenden Chancen konsequent genutzt.
Im weiteren Verlauf fand der Gegner besser ins Spiel und konnte den Rückstand Schritt für Schritt verkürzen. Dennoch behielten wir die Kontrolle und gingen mit einer 15:12-Führung in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Wir konnten die Führung zunächst weiter ausbauen und lagen zwischenzeitlich mit mehreren Toren vorne. Der ASC Quierschied gab sich aber nicht geschlagen und kam in der Schlussphase noch einmal gefährlich heran. Aus einer zwischenzeitlichen Führung von 28:22 wurde kurz vor Ende eine deutlich spannendere Situation, als der Gegner auf 28:25 verkürzen konnte.
In den letzten Sekunden gelang schließlich noch der Treffer zum 29:25-Endstand. Damit belohnten wir uns für unsere konzentrierte und kämpferische Leistung.
Gerade unter den schwierigen personellen Voraussetzungen ist der Sieg besonders positiv zu bewerten. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einer ungewöhnlichen Besetzung und viel Improvisation als Team funktionieren können.
Es spielten:
Emelie Weron, Anna-Lucia Küntzer (5), Janina Malter (3), Anna Hoffmann (3), Sophia Morsch (1), Michelle Rauber (6), Nele Kreutz, Paulina Tam (9), Lisann Fuchs (2), Nina Buchholz und Lena Müller