Moskitos gewinnen Krimi im Hunsrück
Was für ein Krimi am 3. Spieltag der Regionalliga Südwest! Im Duell zweier Mannschaften, die in dieser Saison um die vorderen Plätze kämpfen, behielten die Moskitos beim ersten Heimspiel der HSG Hunsrück mit 24:23 die Oberhand. Die Gastgeberinnen hatten sich vor heimischer Kulisse viel vorgenommen und stellten die Moskitos über die gesamte Spielzeit vor große Herausforderungen.
Dabei mussten die Moskitos auf der Torhüterposition umstellen. Adriana Heck und Angelina Keil konnten nicht antreten. Unterstützung kam deshalb aus der zweiten Mannschaft: Carina Recktenwald sprang ein und komplettierte das Torhüterteam. Die Moskitos erwischten dabei nicht unbedingt ihren besten Tag. Hunsrück präsentierte sich dagegen von Beginn an hellwach und stellte eine äußerst kompakte Defensive. Dahinter zeigte die Torfrau der Gastgeberinnen eine bärenstarke Leistung. Offensiv taten sich die Moskitos entsprechend schwer. Immer wieder musste gegen die aggressive und gut organisierte Abwehr nach Lösungen gesucht werden. Und wenn der Durchbruch doch gelang, war häufig bei der Hunsrücker Torfrau Endstation. Auch das eigentlich starke Tempospiel der Moskitos wollte an diesem Abend nicht so richtig ins Rollen kommen. Gerade im letzten Drittel des Spielfelds wurde die Mannschaft immer wieder ausgebremst – teils durch eigene Ungenauigkeiten, teils durch das clevere Abwehrspiel der Gastgeberinnen. Und auch in der eigenen Defensive lief nicht alles rund. Zwischenzeitlich standen die Moskitos etwas unsortiert und verloren wichtige Eins-gegen-eins-Duelle. Die Folge: Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem jeder Treffer wichtig war.
Bis zehn Minuten vor Schluss blieb die Partie völlig offen. Dann gelang den Moskitos durch Jana Korn erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Doch Hunsrück ließ sich nicht abschütteln und konnte den Rückstand bis zur 55. Minute wieder egalisieren. Die letzten Minuten wurden schließlich zum echten Handball-Krimi. Tor um Tor ging es hin und her. Zwei Minuten vor dem Ende schlug dann die Stunde von Emma Schmidt: Mit zwei wichtigen Treffern brachte sie die Moskitos erneut mit zwei Toren in Führung. Hunsrück gab sich jedoch auch jetzt nicht geschlagen und kam durch einen 7-Meter rund 15 Sekunden vor dem Ende noch einmal zum Anschlusstreffer. Die Moskitos behielten in den verbleibenden Sekunden aber die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.