Drei intensive Trainingstage, ein besonderes Duell mit Metz Handball und viele neue Erfahrungen: Die weibliche C-Jugend der Moskitos Marpingen-Alsweiler nutzte ein Trainingslager in Frankreich zur sportlichen Weiterentwicklung und zur Stärkung der internationalen Freundschaft.
Manchmal entstehen die besten Ideen in geselliger Runde. So war es auch bei den Trainerinnen und Eltern der weiblichen C-Jugend der Moskitos: Im Frühjahr 2026 wurde erstmals über ein gemeinsames Trainingslager im benachbarten Frankreich gesprochen. Doch anders als so manche spontane Idee verlief dieser Plan nicht im Sande. In den Herbstferien wurde er Wirklichkeit.
Für drei Tage machte sich eine 28-köpfige Gruppe auf den Weg zum Lac de Madine. Mit dabei waren 20 Spielerinnen, drei Trainerinnen sowie ein fünfköpfiges Koch- und Küchenteam aus dem Kreis der Eltern. Das Ziel war klar: Die Mannschaft wollte sich intensiv auf die anstehende Hauptrunde der C-Jugend-Regionalliga vorbereiten.
Ideale Bedingungen
Am Lac de Madine fanden die jungen Handballerinnen hervorragende Voraussetzungen vor. Die Gruppe hatte ihre Unterkunft für sich allein, während die Handballhalle bequem zu Fuß erreichbar war. Die offizielle Gruppenunterkunft am See liegt in unmittelbarer Nähe zur Sporthalle und zum Wassersportzentrum und ist speziell für Jugend- und Sportgruppen ausgelegt. Dies spürte man auch vor Ort – freundliches Personal und kein Wunsch der offen blieb.
Bei bestem Herbstwetter verband die Mannschaft täglich zwei bis drei Trainingseinheiten mit zahlreichen gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Der Hochseilgarten und der Lac de Madine boten dabei einen willkommenen Ausgleich zu den intensiven Einheiten in der Halle.
Auch abseits des Spielfeldes war Teamarbeit gefragt. Das fünfköpfige Betreuungsteam bereitete sämtliche Mahlzeiten frisch vor Ort zu und sorgte dafür, dass es den Spielerinnen und Trainerinnen an nichts fehlte. Die täglichen „Küchenpartys“ entwickelten sich dabei zu einem festen Bestandteil des Trainingslagers.
Höhepunkt gegen Metz
Den sportlichen Höhepunkt bildete ein Testspiel gegen die U15 von Metz Handball. Der französische Spitzenverein verfügt über eine breit aufgestellte Nachwuchsabteilung mit U15-Mannschaften auf regionaler und landesweiter Ebene.
Über 60 Minuten konnten sich die Moskitos mit einer Mannschaft messen, die eine andere Spielkultur und einen anderen handballerischen Ausbildungsansatz verkörpert. Damit bot die Begegnung nicht nur eine wertvolle sportliche Standortbestimmung, sondern auch die Gelegenheit für beide Mannschaften, sich auf ungewohnte Situationen und neue Herausforderungen einzustellen.
Im Zeichen des französischen Aktionsmonats „Octobre Rose“, der auf die Früherkennung und Bekämpfung von Brustkrebs aufmerksam macht, wurde nach dem Spiel gemeinsam weitergefeiert. Metz Handball unterstützt die Initiative regelmäßig mit eigenen Aktionen.
Bei einem gemeinsamen Pizzaessen rückte das Ergebnis schnell in den Hintergrund. Die Spielerinnen beider Vereine nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen – auf Französisch, Deutsch und Englisch oder, wenn die Worte fehlten, ganz einfach mit Händen und Füßen. So entstand aus einem Testspiel ein echtes internationales Handballfest und ein besonderes Erlebnis für Spielerinnen, Trainerinnen, Eltern und Zuschauer.
Keine Eintagsfliege
Für die Moskitos war das Trainingslager in dieser Form eine Premiere. Nach dem rundum gelungenen Auftakt soll es jedoch nicht bei einer einmaligen Veranstaltung bleiben. Getreu dem Vereinsmotto „Wir sind keine Eintagsfliegen“ soll das Trainingscamp zu einer festen Institution werden und künftig jährlich in den Herbstferien stattfinden.
Auch die Zusammenarbeit mit Metz Handball soll weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, den jungen Spielerinnen regelmäßig neue sportliche und persönliche Erfahrungen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg zu ermöglichen.
Stimmen zum Trainingslager
Lina Schummer, Trainerin der weiblichen C-Jugend der Moskitos:
„Wir waren von den hervorragenden Rahmenbedingungen vor Ort begeistert. Ein großes Dankeschön gilt allen, die dieses Trainingslager ermöglicht haben. Wir konnten uns sportlich noch einmal ein großes Stück weiterentwickeln, ohne dass der Spaß zu kurz kam.
Die internationale Zusammenarbeit mit Metz Handball möchten wir vertiefen, um unseren Spielerinnen sowohl sportlich als auch persönlich neue Erfahrungen zu ermöglichen. Solche Trainingslager bieten beste Voraussetzungen, um als Team zusammenzuwachsen und sich abseits der gewohnten Wege intensiv auf leistungsorientierten Handball zu konzentrieren. Daran werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten.“
Benoît Wagner, Trainer der U15 von Metz Handball:
„Diese Begegnungen und der damit verbundene Austausch sind für die jungen Handballerinnen unserer Nachwuchsabteilung besonders wertvoll. Unabhängig davon, ob sie später eine Laufbahn im Leistungssport anstreben, lernen sie eine andere Spielkultur kennen und setzen sich mit einer Spielweise auseinander, die sich von ihrem gewohnten Trainings- und Wettkampfalltag unterscheidet. Das ist für die Spielerinnen in ihrer sportlichen Ausbildung eine große Bereicherung.
Gleichzeitig können wir Trainer beobachten, welche Spielerinnen sich schnell und erfolgreich auf neue Situationen einstellen und wem es gelingt, auch unter Stress neue Vorgaben umzusetzen. Diese Erkenntnisse helfen uns, die Ausbildung gezielter voranzubringen. Es war zweifellos eine ausgezeichnete Erfahrung.“