Nachruf – Das Herz von Rosemarie Schorr schlägt nicht mehr

Viel zu früh und voller Tatendrang ist Rosemarie Schorr kurz nach ihrem 74. Geburtstag von uns gegangen. Die DJK-Gemeinschaft trauert mit ihrer Familie und insbesondere ihrem Ehemann Heribert. In Gebet, Gedanken und Worten begleiten wir in tiefer Anteilnahme alle Angehörigen, Freunde und Bekannten.

Ungläubig, unfassbar und zu tiefst bewegt gedenken wir einer besonderen Frau, die für ihre Familie, für ihre Freunde und Bekannten, für die Menschen und ihre DJK immer da war. Sie liebte das Leben. Steckte so manchen Rückschlag wie keine andere weg. Immer aktiv, voller Inspiration und Zuversicht. Mit unfassbarem Antrieb, großer Begeisterungsfähigkeit, Temperament und Willen ausgestattet. Ihr Leben war erfüllt.

Erfüllt von Erlebnissen, Begegnungen und Erfahrungen, die sie täglich intensiv durchlebte. Sie war interessiert, neugierig und beobachtete die Dinge, die um sie herum passierten. Sie war fordernd und fördernd, zupackend und gebend. Sie schenkte gerne, hatte ein Händchen für Stimmung und Atmosphäre. Integrierte Menschen, bot Achtung und Halt. Sie war ein emotionaler Mensch, der alle Gefühlswelten kannte und situativ erlebte.

Sie war aufmerksam, immer mit einem guten Wort am richtigen Ort. Sie liebte die Gemeinschaft, die Geselligkeit, den Austausch. Sie war eine perfekte Gastgeberin, unterhaltsam und amüsant, sensibel und vertraulich im persönlichen Gespräch. Nachfragend und direkt im Umsetzen von Anliegen. Sie hatte immer neue Ideen, Gedanken und Ansätze, die sie umtrieben. Sie war eine dynamische, zupackende Frau, die sich offen den Themen der Zukunft stellte.

Rosemarie Schorr gehörte der DJK St. Michael Marpingen seit dem 01.01.1978 an und wäre im nächsten Jahr für 40-jährige Mitgliedschaft mit der DJK-Treuenadel in Gold geehrt worden.

 

Schon drei Jahre nach ihrem Vereinsbeitritt am 01.01.1978 übernahm Rosemarie am 18.06.1981 als Organisationsleiterin Verantwortung im Vorstand, übte dieses Amt fünf Jahre aus, wovon sie das letzte Jahr vom 17.03.1985 bis 14.03.1986 noch zeitgleich stellvertretende Vorsitzende war. Danach übernahm sie vom 14.03.1986 bis 02.09.1998 für zwölf Jahre den Vereinsvorsitz, bevor sie diesen dann an Norbert Geiger abgab. Sie hat in ihrer langjährigen Zeit als Betreuerin, Vorstandsmitglied und Vorsitzende ihre Kraft immer in den Dienst des Vereines gestellt und maßgeblichen Anteil am Erfolg der DJK Marpingen gehabt. Sie hat mit ihrer Arbeit die christlichen Werte mit sportlichem Ehrgeiz verbunden und immer versucht, dies so an die Mitglieder weiterzugeben.

 

Aufgrund eines Antrages aus der Mitgliederversammlung wurde Rosemarie Schorr bei der Mitgliederversammlung am 11.11.2011 hinter Erich Recktenwald, Alois Ames und Matthias Hoffmann zum vierten Ehrenmitglied der DJK Marpingen ernannt, war damit das jüngste DJK-Ehrenmitglied und die erste Frau des Vereins mit dieser herausragenden Auszeichnung.

 

Die DJK St. Michael Marpingen war durch Rosemarie Schorr auch auf Diözesanebene vertreten. Dort war sie vom 01.12.2000 bis zum 18.03.2006 stellvertretende Vorsitzende des Diözesanverbandes Trier, ehe sie dann als erste Frau den Vorsitz von Volker Monnerjahn übernahm und diesen bis 06.04.2014 innehatte.

 

Zum Abschluss des Diözesantages wurde Rosemarie Schorr dann als Dank für ihre langjährige, mit großem Einsatz und Engagement geführte Tätigkeit von der Delegiertenversammlung einstimmig zur Ehrenvorsitzenden des Diözesanverbandes Trier gewählt. Bis zu ihrem plötzlichen Tod hat sie auch das Amt der Vizepräsidentin im DJK-Landesverband bekleidet und war auch im Arbeitskreis Kirche und Sport auf Landes- und Bundesebene aktiv.

 

Neben den bekannten Vereinsehrungen hat sie alle DJK-Ehrenzeichen in Bronze, Silber und Gold sowie vom HVS 1998 die HVS-Ehrennadel in Gold erhalten. Am 29.11.2005 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande durch den damaligen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Herrn Karl Rauber ausgezeichnet und erhielt von Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport am 08.12.2013 in der Staatskanzlei in Saarbrücken die Sportplakette des Saarlandes für herausragende Leistungen.

Die DJK-Gemeinschaft trauert um eine Frau, die vorbildlich mit großem Engagement und Einsatz die DJK in Marpingen, im Saarland, im Bistum Trier und in ganz Deutschland repräsentierte.

Wir nehmen Abschied von unserem DJK-Ehrenmitglied, der Ehrenvorsitzenden des DJK-Sportverbandes im Diözesan-verband Trier sowie von der Vizepräsidentin des DJK-Landes-verbandes Saarland und dem Vorstandsmitglied des Landes-sportverbandes für das Saarland.

In unendlich vielen Begegnungen brachte Rosemarie Schorr den Docht der DJK-Kerze zum Brennen. Für uns alle unvergessliche Momente der Verwurzelung von Rosemarie Schorr im christlichen Glauben. Entzünden wir eine Kerze in tiefer Trauer und Verbundenheit für Rosemarie Schorr. Gedenken wir ihr im Gebet und spenden wir Trost den Angehörigen in der Trauer.

 

Marpingen und Trier, den 14.09.2017

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