Alles war angerichtet für das Spitzenspiel: Wir trafen als Tabellenführer auf den Tabellenzweiten TSG Haßloch. Bis auf Jana Maximini und Adriana Heck waren alle Spielerinnen an Bord und bereit für ein intensives Duell.
Der Beginn der Partie war vor allem von harter Defensivarbeit auf beiden Seiten geprägt. Beide Abwehrreihen standen stabil, sodass sich zunächst kaum klare Torchancen aus dem Spiel heraus ergaben. Nach 15 Minuten stand es folgerichtig erst 4:4, wobei die meisten Treffer durch 7-Meter zustande kamen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit taten wir uns zunehmend schwer gegen die kompakte Defensive der Gäste. Die Abwehr der Haßlocherinnen stellte gemeinsam mit ihrer starken Torhüterin ein echtes Bollwerk dar. Immer wieder liefen wir uns fest oder scheiterten am Abschluss. Haßloch nutzte seine Chancen konsequenter und konnte sich Stück für Stück absetzen. So gingen wir mit einem 9:13-Rückstand in die Halbzeitpause.Auch nach dem Seitenwechsel fanden wir zunächst kein Mittel gegen die stabile Defensive der Gäste. Offensiv waren wir zu harmlos und konnten unser gewohntes Angriffsspiel kaum aufziehen. Dennoch gaben wir uns nicht auf und kämpften uns Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Nach 50 Minuten war der Anschluss geschafft und wir hatten beim Stand von 19:20 sogar den Ausgleich vor Augen. Doch statt des möglichen Ausgleichs kippte das Spiel plötzlich in die andere Richtung: Haßloch nutzte unsere Fehler eiskalt aus und startete einen 6:0-Lauf. Damit war die Partie entschieden.
Am Ende mussten wir eine Niederlage hinnehmen, die doppelt schmerzt. Zum einen verlieren wir zwei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze, zum anderen haben wir die Meisterschaft nun nicht mehr in der eigenen Hand. Dennoch gilt es jetzt, den Blick nach vorne zu richten und in den kommenden Spielen wieder alles zu geben.
Emma Schmidt (6), Nele Dillo (4), Anna Zägel (3), Annalena Frank (2), Gianna Fuchs (2), Jana Korn (2), Lena Geibel (1), Anna Bermann, Jana Görlich, Lisanne Günther, Angelina Keil, Lara-Selina Leib, Solveig Petrak, Sarah Rech, Klara Wenzel, Annalena Zahm